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Alice Springs & Uluru (Ayers Rock)

16. Februar 2014 at 12:30

Okay, ja, ich bin ein Wenig schreibfaul geworden in den letzten Tagen. Im Moment sitze ich grade in Katoomba, dem Hauptort der Blue Mountains, einer sehr beliebten Wanderregion und erhole mich von den Strapazen der letzten Tage. Die perfekte Gelegenheit, ein paar ausstehende Blogeinträge nachzuholen, beginnend mit meinem Trip nach Alice Spring und dem Ausflug nach Uluru.

Ich hatte eine guten Flug nach Alice Springs mit leichten Turbulenzen. Alice Springs liegt ziemlich genau in der Mitte Australiens und war zu Beginn keine eigentliche Ortschaft, sondern nur ein Morseverstärkungsposten. Die Morsesignale waren damals noch zu schwach, als dass man sie durch ganz Australien hätte schicken können. Also hat man in regelmässigen Abständen Posten gebaut, welche die Signale verstärken. Das heisst, es sassen da Leute, die den ganzen Tag nichts anderes taten, als Morsezeichen empfangen und diese wiederleiten. Offenbar hatte jemand grade Zigarettenpause und schaute sich in der Gegend um und kann auf die Idee, hier eine Stadt zu bauen. Diese Idee ist ganz offenbar an einem eher kühleren Tag entstanden, vielleicht so bei 30 °C. Es ist hier echt warm wie Sau und zudem staubtrocken.

Canberra

5. Februar 2014 at 8:52

Nach einem etwas ausführlicheren Zwischenstopp in Sydney (und diesmal konnte ich es – abgesehen von der etwas dürftigen Jugendherberge – wirklich geniessen, geht es morgens um 7 Uhr mit dem Zug weiter in Richtung Canberra.

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Canberra ist die Hautstadt von Australien und als solche relativ jung. Sydney und Melbourne hätten sich als Hauptstädte zweifelsohne angeboten, jedoch wollte man den Streitereien, welche zwischen den beiden Metropolen entstanden wären, aus dem Weg gehen. Zudem wollte man gegenüber Grossbritannien ein Zeichen setzen und quasi eine eigene Hauptstadt haben, die komplett „Australisch“ war. Melbourne und Sydney sind, wenn man so will, “Britische“ Städte. Aus mehreren Vorschlägen hat man sich dann für den eines Amerikanischen Architekten-Ehepaars entschieden.

Um 11 Uhr erreiche ich Canberra, dass im Vergleich zu meinen bisherigen Destinationen mehr im Landesinneren liegt. Dies merkt man sehr gut. Es ist stickig heiss an diesem Tag (es war übrigens Sonntag) und die Sonne brennt regelrecht. Auf den ersten Blick fällt auf, dass es hier wesentlich weniger grün ist als in den Regionen der östlichen Küste zwischen Brisbane und Sydney. Obwohl ich das gewusst hab, bin ich doch überrascht, wie viel heisser es hier ist. Dass der Busfahrer mich einfach stehen lässt, macht die Sache auch nicht besser und zwingt mich, ein Taxi zu nehmen.   An Sonntagen soll die Stadt wie ausgestorben sein. Ich frag mich, wo ich hier gelandet bin? Nordkorea? Ukraine? Usbekistan?

Ich fahr mit dem Taxi in Richtung Zentrum vorbei am War Memorial; gemäss Tripadvisor übrigens die Sehenswürdigkeit Nummer 1 (!) in Canberra. Hier wird erstmals ersichtlich, dass es sich bei Canberra um eine Retortenstadt handelt, bei der man nicht gerade mit der kleinen Kelle angerührt hat. Das Strassenkonzept ist gigantisch und an Sonntagen gespentisch verlassen.   Nach diesen ersten Eindrücken bin ich um 25 Dollar erleichtert aber bei meinem Backpacker, der im Chinatown-Bezirkt von Canberra liegt (netter Versuch, hier sowas wie kulturelles Wachstum zu simulieren). Ausser den Schweineköpfen und den Chinesischen Schriftzeichen, deutet nichts darauf hin, dass es in diesem Bezirk besonders Chinesisch zu und her gehen sollte.

Was mir dann aber wieder ein Bisschen Spanisch vorkommt, ist die Tatsache, dass der Backpacker geschlossen ist. Nach einem kurzen Anruf stellt sich heraus, dass erst ab 15 Uhr wieder jemand da ist. Man hätte mir das heute morgen mitgeteilt via Email. Klasse. In den verbleibenden drei Stunden gehe ich zu Mc Donalds, weil dort das Internet gratis ist und organisiere weitere Teile meiner Reise.   Um 15 Uhr gehts dann zurück zum Backpacker, wo ich mir mal kurz ein Wenig ausruhen muss. Anschliessend gehe ich noch einkaufen und befinde es heute als zu heiss, um noch viel zu unternehmen. Ich bleib im Backpacker, lese, koche mir zu Abend und geh schlafen.

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Am nächsten Tag stehe ich um 6 Uhr auf und mache mich mit dem Bus auf in Richtung Stadtzentrum. Ausgerüstet mit einer 8 Dollar teuren Tageskarte möchte ich die Stadt auf eigene Faust erkundigen. Zwar gibts Touristenbusse aber ich verzichte auf eine geführte Tour. Canberra zu Fuss zu erkundigen ist keine leichte Aufgabe. Die gemäss ihren Amerikanischen “Schöpfern“ perfekte Stadt ist für Fussgänger alles andere als Perfekt. So komme ich mehrmals an Punkte, wo ich nicht weiterkomme, mich wieder zurück orientieren muss. Ich besuche heute das Canberra Museum (National Capital Exposition), die Canberra Gallery und das National Museum of Australia.   Das Canberra Museum, dass ich zu Fuss nur mit Mühe finde, beschreibt kurz und knackig die Idee, die Entstehung und die Umsetzung der Stadt. Das Museum ist erstaunlich klein aber trotzdem recht informativ. Zudem hat man hier einen schönen Ausblick auf andere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Durch den Park, vorbei an zahlreichen aktiven Sprenklern gehe ich wieder zurück ins Zentrum und besuche dort die Canberra Callery. Naja. Dann gehts in National Museum und das war nun wirklich sehr gut. Bisher haben mich Australische Museen nicht immer überzeugt aber was hier geboten wird ist spitze. Am Schluss meines dreistündigen Aufenthalts muss ich mich aber beeilen, um noch alle Ausstellungsobjekte anzuschauen. Leider misslingt mir dies.   Zurück im Backpacker gibts Bratkartoffeln mit Fleischbällchen. Gute Nacht.

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New adventures in Brisbane

31. Januar 2014 at 19:36

Nach einer etwas längeren Zugfahrt bin ich gestern in Brisbane angekommen und sehr spät in meinem Hostel eingecheckt. Auf den ersten Blick ist das hier eine ziemliche Absteige, jedoch ist meine Gastgeberin Wendy (schon wieder) extrem nett und zuvorkommend und kompensiert die vielleicht etwas heruntergekommene Bude mit ihrer Australischer Freundlichkeit.

Im Hostel ist ein Polnisches Paar untergebracht, mit dem ich mich anfreunde. Sie ist Architektin auf Jobsuche, er studiert Mathematik – die Namen hab ich mir nicht gemerkt.

Der erste Tag in Brisbane steht ganz im Zeichen der weiteren Organisation. Das Wetter ist echt mies, daher entschliesse ich mich, bis es etwas besser wird, die weiteren Jugendherbergen zu buchen und Zugfahrten zu reservieren. Um 18 Uhr (in Queensland, dem Staat, auf dem sich Brisbane befindet, müssen die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden – dies obwohl es sich direkt oberhalb von New South Wales befindet) wird das Wetter dann wieder besser. Ich mache mich auf zu einem rund drei-stündigen Spaziergang ins Stadtzentrum, zum Botanischen Garten, zum Opernhaus und in den nächsten Supermarkt. Ich finde sogar eine Bäckerei, die richtig gutes Brot herstellt (nicht diesen Toast-Kram) und kaufe mich gleich mal ein Vollkornbrot, das auch wirklich gar nicht schlecht schmeckt, mit 7 Dollars aber doch eher teuer ist.

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Am Tag darauf schlafe ich bis um halb acht und gehe in Richtung Hafen. Ich habe mich fürs Koala-Sactuary angemeldet, ein Zoo mit Koalas aber auch anderen typisch Australischen Viechern. Die Bootsfahrt dauert rund 1 Stunde. Im Zoo angekommen mache ich mich auf zu den Vögeln, dann über die Schnabeltiere in Richtung Tasmanische Teufel, vorbei an den Echsen gehts zu den Kängurus und Wallabies und am Schluss auch noch zu den Koalas.

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Während es in den meisten Staaten verboten ist, Koalas zu knuddeln, ist dies hier in Queensland erlaubt. Dementsprechend ist das Fotografieren mit Koala ein Riesengeschäft. Ein Foto kosten 20 Dollars und es hat unzählige Leute, die sich mit Koala fotografieren lassen. Obwohl es mehrere Koalas sind, die fürs Foto herhalten müssen und jeder davon täglich höchstes eine halbe Stunde geknuddelt werden darf, finde ich das Ganze ein Wenig fragwürdig. Zwar scheint es den Koalas egal zu sein, ich denke trotzdem, das dies für die Tiere unnötiger Stress bedeutet. Ich will wirklich kein Foto mit einem angepissten Koala drauf!

Um 13:30 gehts wieder zurück zur Anlegestelle. Ich setze mich anschliessend im Stadtzentrum auf eine Bank und sehe dem Treiben Big Mac kauend und Coca Cola schlürfend ein Wenig zu. Zurück im Hostel esse ich zu Abend (eine Papaya und eine Mango) und gehe um 19 Uhr ins Bett, da mein Zug morgen um 4:55 Brisbane verlässt.

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Byron Bay

28. Januar 2014 at 10:42

Byron Bay soll ja das Mekka der hiesigen Surf- und Partyszene sein. Viele Leute, viel Party, viele Drogen und viele Abstürze – ein Ort prädestiniert für eine RTL2-Reportage. Schon bei meiner Planung im Dezember wurde ich mit der Tatsache konfrontiert, dass so ziemlich alle Hostels und Backpackers in Byron Bay ausgebucht sind. Möchte ich mich am Australian Day wirklich in einem Backpacker im Partyepizentrum aufhalten? Nö, hab keine Lust auf feiernde Jugendliche und entscheide mich daher, für eine etwas ruhigere Unterkunft, etwa 3 Kilometer ausserhalb der Stadt namens Panula Bed and Breakfast.

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Meine Gastgeber Tim und Wendy kommen aus Deutschland bzw. den Niederlanden und sind sehr zuvorkommend und freundlich. Tim ist freundlicherweise etwas länger aufgeblieben, um auf mich zu warten, da mein Bus rund 3 Stunden Verspätung hatte. Der Zug, der mich vom Port Macquarie nach Byron Bay hätte bringen sollen, kam mit rund zweieinhalb Stunden Verspätung, weil sich offenbar jemand auf die Gleise geworfen hat. Schlussendlich waren es dann gut drei Stunden Verspätung, da wir bereits in Crafton auf den Bus umsteigen mussten.

Am nächsten Morgen gehe ich um 8 Uhr in die Küche, wo Wendy gerade das Morgenessen vorbereitet. Schön für einmal dem Backpacker-Chaos entflohen zu sein. Grundsätzlich mag ich die chaotischen Umstände in den Backpackern aber gegen etwas Ruhe hab ich auch nichts einzuwenden – und hier ist es wirklich sehr ruhig. Beim Abwaschen lerne ich noch den Sohn von Tim und Wendy kennen und möchte ihm den „Dragon“ zeigen, der sich auf der Veranda sonnt (unteres Bild). Der Kleine ist jedoch nicht auf den Mund gefallen und meint „this is no dragon, it’s a lizard. His name is Charly!“

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Im Verlauf des ersten Tages trifft noch meine nette Kollegin Theresa ein, die ich im Backpacker von Port Macquarie kennengelernt hab. Sie hatte vor zwei Tage noch kein Zimmer gefunden, daher hab ich ihr angeboten, in meinem Zweierzimmer zu übernachten. Daher gehen wir zusammen etwas später in Richtung Stadtzentrum, von wo aus wir einen Spaziergang zum LEuchtturm unternehmen.

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Wieder zurück im Backpacker wird erstmals gegessen und getrunken. Die Familie von Theresa besitzt ein eigenens Weingut, sie ist ausgebildete Winzerin. Ich erfahre daher einiges über Wein.

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Am nächsten Tag sehen wir uns in Byron Bay ein Wenig um. Leider ist der ganze Ort aus meiner Sicht eher eine Enttäuschung. Im Reiseführer als Highlight angepriesen, finde ich das Ganze doch eher öde. Okay, wenn man surft ist das Ganze bestimmt sehr cool. Byron Bay lebt aus meiner Sicht eher vom Mythos aber als Nichtsurfer versteh ich das wohl nicht ganz. Wir hängen dann noch ein Bisschen rum, holen uns Pizza und schauen den Tennisfinal zwischen Wawrinka und Nadal, den der Schweizer – wie wir wissen – für sich entschieden hat.

Wir fahren zu den Minyon-Wasserfällen, die wir zuerst von einer Aussichtsplattform aus betrachten. Leider hat es nicht wirklich viel Wasser, was das Vernügen leicht schmälert. Anschliessend fahren wir ein paar Kilometer hinunter und bewandern die Wasserfälle von unten her. Unser Weg führt uns durch dichten tropischen Regenwald.

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Abenteuer in Port Macquarie

25. Januar 2014 at 19:09

Es ist wiedereinmal Zeit für einen Blogeintrag. Meine Passivität in den letzten Tagen ist einerseits mit fehlendem Internet zu erklären, zum Anderen mit den Destinationen, die überhaupt nicht touristisch ausgelegt waren. Taree war ja ganz in Ordnung, nur wenn man da kein Auto hat, wirds schwierig, etwas zu erleben. Für Touristen gibts dort nämlich überhaupt nichts. Da müsste man mit dem Auto ein paar Kilometer fahren, um einen etwas im Landesinneren gelegenen Nationalpark zu erreichen. Ich hab mir also meine Zeit ein Wenig mit Lesen vertan und konnte auch gleich noch waschen.

Am Dienstag gings dann weiter nach Port Macquarie, wo ich im Port Acquarie Backpacker untergebracht bin. Hier treffe ich dann auch gleich die ersten zwei Schweizerinnen aus dem Kanton St. Gallen. Sie kommen aus Richtung Cairns und gehen übermorgen weiter nach Port Stephens, wo ich ja vor nicht allzu langer Zeit auch schon gewesen bin.

Gestern war wieder volles Programm: Um 4:45 ausgestanden, verlasse ich den Backpacker um 05:30 und schleiche mich in Richtung Stadtzentrum. Am Hafen neben dem Stadtzentrum starte ich dann meinen rund 3-stündigen Strandspaziergang, der mich zum Tacking Point Lighthouse bringen soll.

Es scheint hier in Mode zu sein, dass man seine Erlebnisse in Port Macquarie auf einen Stein mahlt. Der ganze Hafen ist von von diesen „Erlebnissteinen“, die zwischen handwerklich-künstlerischer Genialität und Kinderzeichnung variieren. So erfahre ich, dass Familie Miller einen awesomnen Urlaub hatte, dass Jesus super ist und dass Ute Arne liebt (ob das auf Gegenseitigkeit beruht, konnte im Rahmen meiner ad hoc Tatortinspektion leider nicht herausfinden).

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Es folgen ein paar sehr schöne Strände, wobei heute Morgen das Wetter offenbar überhaupt nicht mitspielen möchte. Es hat zwar noch nicht angefangen zu regnen, ein erstes Donnergrollen aus südlicher Richtung ist aber bereits hörbar. Klasse, vor allem wenn man seinen Regenschutz nicht eingepackt hat.

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In südlicher Richtung dem Meer entlang komme ich zu einem Stück Regenwald, wo auch der Sea Acres Nationalpark liegt (doch später mehr dazu). Mein Spaziergang wird von hier an richtig toll, denn dichten Regenwald hatte ich ja bisher noch nicht sehr viel gesehen. Nach zahlreichen Zwischenstopps (hervorgerufen durch Blasen an meinen Füssen) erreiche ich dann kurz vor 9 Uhr mein Ziel und verbleibe da ein paar Minuten, bevor mich ein nun doch langsam aber stetig lauter werdender Donner, daran erinnern, weiterzulaufen.

Angekommen im Sea Acres Nationalpark kriege ich eine Privatführung von Dennis, einem pensionierten Freiwilligen, der hier zwei- bis dreimal unter der Woche Führungen macht. Er erzählt mir ein paar Dinge über die in Australien heimische Pflanzen- und Tierwelt. Er macht das extrem gut, trotzdem sind dies etwas viele Informationen. Etwas später stösst noch eine Familie mit zwei recht angepissten Teenagern zu uns. Dennis kann aber sogar den Teenis ein paar Wort entlocken. Er führt hier häufig ganze Schulklasse, wie er mir etwas später erzählt, daher hat er hier recht viel Übung.

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Dann fängts aber doch noch an zu regnen und zwar recht heftig. Bis wir wieder zurück im Besucherzentrum sind, sind wir ziemlich durchnässt. Ich trinke einen Kaffee und komme mit zwei Australierinnen ins Gespräch. Natürlich kriege ich nicht mit, dass die Tour weitergeht und ziehe dann mit etwas Verspätung noch nach.

Nach der Tour lädt mich Dennis dann noch auf einen Kaffee ein und erzählt mir ein Wenig aus dem Nähkästchen. Vor seinen Pensionierung war er rund 35 Jahre als Notarzt hier in der Region unterwegs. Die Führungen macht er, weil er offenbar einfach nicht stillsitzen kann. Bald kommt eine neue Gruppe von Besuchern, die ebenfalls eine Führung wünscht. Dennis verabschiedet sich und wünscht mir alles gute auf meiner Reise.

Ich geh zurück ins Backpacker, wo ich einen geruhsamen Abend verbringe.

Strandspaziergang zum Black Head

18. Januar 2014 at 14:41

Heute Morgen hiess es um 5:45 aufstehen, Morgenessen und dann los auf meinen rund 25 km langen Spaziergang, der mich zuerst über ein rund 10 km langes Strandstück führt und anschliessend durchs Darawank Nature Reserve. Anstelle vieler Worte lasse ich doch einfach mal die Bilder sprechen:

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Forster

17. Januar 2014 at 13:19

Gestern durfte ich ein Bisschen länger schlafen. Um 09.45 fuhr mein Bus nach Forster, das ziemlich anders aussieht, als ich dies erwartet hätte. Um 19:00 Uhr schlief ich dann ziemlich erschöpft ein.

Heute morgen ging der Wecker um 05:00 ab, damit ich rechtzeitig vor Sonnenaufgang mit meiner Tour anfangen kann. Diese führt mich nach Süden über die Brücke zurück nach Forster (mein Hotel ist eigentlich in Tuncurry, das auf der anderen Seite der Brücke liegt). Mein erstes Etappenziel heisst Bennett Head. Der Weg dahin führt mich über Strände und leichtes Dickicht.

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Dann gehts weiter nach Cape Hawk, einem schönen Aissichtspunkt im Süden. Dabei führt mich mein Weg durch Teile des Booti Booti Nationalparks. Ich wundere mich schon ein Wenig über die vielen Nationalparks hier. Offenbar haben die Australier die Gewohnheit jedes Stück Land, auf dem Bäume wachsen, gleich als Nationalpark zu bezeichnen. Natürlich gibt es sehr grosse Nationalparks aber der Booti Booti Nationalpark ist da im Vergleich wirklich nur eine Wiese mit ein paar Bäumen drauf. Trotzdem ist das Ganze für einen Track sehr schön, wenn auch nur recht kurz. Unteres Foto zeigt Forster-Tuncurry in der Ferne von Cape Wawk aus fotografiert.

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Leider ist dann der Rest des Tages (ab 11 Uhr) relativ schnell einmal erzählt. Weil ich keine Lust hatte, genau den gleichen Weg wieder zurückzulaufen, ging ich zurück auf die Hauptstrasse. Weil ich aber leider keine Wanderkarte dabei hatte, habe ich mich leicht verlaufen, kam dann jedoch nach einer kürzeren Suchphase wieder auf den richtigen Weg und etwa um 13:30 wieder zurück ins Motel. Da stürzte ich mich erstmals ins Bett. Wandern ab 11 Uhr ist unerträglich und extrem kraftrauben. Muss mir morgen etwas besseres einfallen lassen, um die Hitze zu umgehen…

Im Busch

15. Januar 2014 at 11:44

Um 5:30 bin ich heute morgen aufgewacht und hab mich aufgemacht auf meine erste Buschwanderung. Der Bus kommt um 6:20 und bringt mich an meinen Ausgangspunkt Shoal Bay, ein kleiner Strand im Norden des Landzipfels. In östlicher Richtung befindet sich ein sehr schöner Aussichtspunkt, meine erste Etappe für heute.

Die Australier sind ein sehr sportliches Volk. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass bereis um 7 Uhr früh, zahlreiche Jogger den Berg „hochkraxeln“ (ich werde etwas später noch merken, warum sie dies in der Frühe machen). Die Aussicht ist wirklich phänomenal und verspricht doch einiges für die nächsten Stunden.

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Wieder unten, laufe ich in südlicher Richtung durch den Tomaree Nationalpark, wo ich mich dann schnell einmal beim Fotografieren verliere. Die Pflanzen- und vorallem die lautstarke Vogelwelt lassen mich im Schneckentempo durch den Park schlendern. Offenbar haben die Vögel überhaupt keine Freude an meiner Anwesenheit, was sie lautstark kundtun.

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Am Ende des Abschnitts klettere ich eine Sanddüne hoch und befinde mich nun am wunderschönen Fingal Spit, eine Sandbank, die man bei Ebbe überqueren kann. Leider ist gerade Flut, was die Überquerung im Moment leider verunmöglicht. Daher verweile ich einen Moment am Strand und gehe dann in Richtung Fingal Beach weiter im Süden. Das Laufen fällt mir jedoch immer schwerer und zudem wirds auch langsam wirklich heiss.

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Nach einer etwas halbstündigen Pause gehe ich weiter, versuche mir zuerst einen Weg über die Klippen zu finden. Jedoch ist dies nicht möglich, so nehme ich den normalen Weg.

Dieser Waldabschnitt ist jedoch vor Kurzem abgebrannt und sieht aus, wie auf folgendem Bild:

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Dies ist zum Einen fürs Auge gewöhnungsbedürftig, zum Anderen bringt es mich aber in die delikate Lage, in dieser Gluthitze rund 5 Kilometer laufen zu dürfen. Ich habe zwar noch rund 1,5 Liter Wasser, aber es ist echt eine Herausforderung, sich durch dieses ziemlich in Mitleidenschaft gezogene Gebiet zu kämpfen.
Dass der Weg dann plötzlich sandig wird, macht das Ganze nicht besser. Zum Glück gehts dann auf einer richtigen Strasse weiter, jedoch habe ich noch ein paar Kilometer zu laufen und die Wasservorräte sind doch schon recht aufgebraucht.

Wie aus heiterem Himmel hält ein Auto neben mir an. Offenbar hat der Fahrer meine prekäre Lage erkannt und nimmt mich mit. So kann ich gemütlich bis zum Backpacker rollen.

 

 

Mit dem Bummler nach Newcastle

15. Januar 2014 at 11:31

Heute Morgen war das Aufstehen etwas hektischer als sonst, da ich heute meine Reise in Richtung Norden mit dem Zug fortsetze. Zurück in der Central Station fährt mein Zug in Richtung Newcastle, von wo ich noch rund zwei Stunden fahren muss, um an mein Ziel Samurai Beach Bungalows zu gelangen.

Schöne Gegend für eine Zugfahrt, jedoch ist der Zug im Vergleich zu unserem Schweizer-Standard etwas gar holprig und auch nicht sonderlich komfortabel. Mit der Ticketreservation hat aber zum Glück alles geklappt und dies ist hier die Hauptsache. Ich möchte schliesslich nur von A nach B gelangen, egal wie… Bin da eher pragmatisch veranlagt.

In Broadmeadow angekommen, habe ich mir eigentlich vorgenommen den Weg nach Newcastle zu Fuss zurückzulegen. Googlemaps muss hier jedoch ein folgenschwerer Fehler unterlaufen sein, denn die 4,5 Kilometer sind in dieser Hitze ein Ding der Unmöglichkeit. Nach einem Einkauf im ALDI (ja, richtig gehört: ALDI) bin ich nochmals 10 Kilo schwerer und entscheide mich dann glücklicherweise (mittlerweile bestimmt hundert Kilos schwer), den Zug zu nehmen. Das war eine extrem gute Entscheidung, wie sich 10 Minuten Zugfahrt später herausstellen sollte. In Newcastle warte ich dann erneut rund eine halbe Stunde bis mein Bus kommt. Dieser braucht dann erneut 1 Stunde 20 Minuten bis ans Ziel. Auf Googlemaps sah das doch alles so nahe aus und einfach zu Fuss erreichbar… Trotzdem bereue ich es keine Sekunde, dass ich die öffentlichen Verkehrsmittel verwende. So kriege ich die volle Breitseite Australischer Kultur zu spüren. Dafür nehme ich gerne auch ein paar Reisestunden mehr auf mich.

Im Backpacker angekommen, darf ich dann erneut die Geschichte der Kreditkarte, die plötzlich nicht mehr funktioniert, erzählen. Einchecken klappt mit etwas Zusatzaufwand dann aber trotzdem. Ich werde die nächsten Tage in einer kleinen Hütte mit fünf anderen Backpacker-Menschen leben. „Ramsch“ (man spricht das so aus!) ist ein Inder, der ebenfalls sehr gerne „Bush walks“ macht, daher frage ich ihn, ob er mir vielleicht noch ein paar Tipps geben könnte, welche Route ich nehmen soll. Wenn die Australier von Bush walks sprechen, mag dies für uns recht krass tönen; jedoch handelt es sich dabei lediglich um einen etwas besseren Spaziergang). Er ist prima ausgerüstet und gibt mir freundlicherweise ein paar Kopien seiner Landkarten, was meine für morgen geplante Route etwas vereinfachen sollte. Dann passiert nicht mehr sonderlich viel an diesem Tag. Nach dem Abendessen (Kartoffeln mit Schweisplätzli vom Stollen und Salat) setze ich mich hin und schreibe diesen Blogeintrag.

Sydney by boat

12. Januar 2014 at 18:35

Als ich heute morgen erwacht bin, da war es noch sehr dunkel und noch sehr früh. Um genau zu sein um 2:15 Uhr Ortszeit. Das ist selbst für ein Sightseeing noch relativ früh, daher musste ich mir irgendwie die Zeit vertreiben. Hab n Bisschen gelesen und ging dann um 7:00 Uhr aus dem Hotel. Die Strassen noch völlig leer, der Hafen noch nicht so überlaufen, kein lästiges Warten bei Strassenübergängen, wobei ich vor allem zu den Strassenübergängen einen grösseren Exkurs schreiben könnte. Obwohl die Gesetze der Verkehrsplanung für einen Normalsterblichen oftmal schwierig navhzuvollziehen sind, sind die Strassenübergänge eine absolute Katastrophe; zumindest aus Füssgängersicht. Man muss teilweise extrem lange warten.

Zuerst hab ich mir – wie dies wohl viele Touristen machen, das Opernhaus angesehen. Um einen besseren Fotowinkel zu erhalten, machte ich daher nach Osten auf, in Richtung Mrs. Macquarie’s Point. Vorbei am Royal Botanic Garden ergibt einen schönen Spaziergang. Es ist zwar noch sehr früh, die hohe Luftfeuchtigkeit ist aber…..bereits um diese Zeit gut spürbar. Auf dem Rückweg durchquere ich dann einen Teil des Botanischen Garten und ertappe mich bereits dabei, jede Kleinigkeit fotografisch festzuhalten.

Zuück an den Piers, begebe ich mich zu Pier 6, wo Captain Cook Cruising untergebracht sind, bzw. deren Schiffe anlegen. Hab mir im Vorfeld ein Ticket reserviert, was mir – so hab ich das gemäss Internetseite aufgefasst – Jedenfalls erklärt mir dann Captain Cook (der übrigens gerade ein Psychologiestudiem absolviert), dass ich nicht alle Fähren benutzen könne und auf die nächste Fähre noch gut Dreiviertelstunden warten müsse. Ich kann also lediglich eine Fähre benutzen, die 5 Mal im Tag die Runde dreht. Weil ich die erste Fähre offenbar bereits verpasst habe und mit einer Zusatzoption zuerst nach Mainly und dann wieder zurück fahre, kann ich nicht mehr jede station auskundschaften. Das ist schade.

Maily – so hat mich mein Reiseführer ja bereits vorgewarnt – ist extrem touristisch. Viele Leute aus Sydney machen hier Badeferien. Das wäre definitiv nichts für mich. Too many people! Trotzdem wars interessant, dieses Bademekka zumindest mal ansatzweise zu erleben.

Zurück am Pier 6, gestärkt mit einem Big Mac Menü für  sensationelle 8 Dollars, muss ich feststellen, dass mein Schiff offenbar erst wesentlich später fährt. Ich mach mich daher auf, um den Hafen in westlicher Richtung abzulaufen. Zu meiner Linken befindet sich ein Kunstmuseum, welches gerade Werke von Yoko One (the war is over) ausstellt. Zu meiner rechte hat die Rhapsody of the sea angelegt. Interessantes Spektakel, wenn sich so ein grosser Luxusdampfer auf macht um in See zu stechen.

Wieder zurück am Pier 6 nehme ich dann wie geplant meine Fähre. Vorbei an Fort Denison, der Shark Island und der Watson Bay steige ich um 15:00 Uhr beim Taronga Zoo aus. Ein paar knuffige Tiere wären jetzt genau das richtige. Aber oh weh, meine letzte fähre geht bereits um 16:25. Da lohnt sich ein Eintrittsgeld von 44 Dollar wohl kaum. Ich entscheide mich für einen Bushwalk, der unmittelbar beim unteren Zooeingang beginnt. Ich werde nicht enttäuscht, kriege neben der ganzen Flora auch noch ein paar Australian Water Dragons vor die Linse, das sind Echsen, die so gegen einen halben Meter gross werden. Offenbar sind sich die meisten an die Touristen, die hier vorbeikommen, gewöhnt und posieren regelrecht vor meiner Linse. Nach einer kleinen Stärkung gehe ich zurück zum Pier und von dort aus wieder zurück an den Anfangspunkt, bzw. nach Darling Harbour.

Im Darling Harbour befindet sich das Sealife. Für 38 Dollars kriegt man recht viel Fisch fürs Geld. In zahlreichen Aquarien könne diverse Süss- und Salzwasserfische beobachtet und fotografiert werden. Die Qualität der Fotos ist jedoch aufgrund der teilweise etwas rundlichen Aquarienscheiben nicht ganz optimal. Cool sind dann auch die Glastunnels, die man durchqueren kann und quasi durch die Unterwasserwelt läuft. Die Idylle wird einzig durch die vielen euphorisierten Kids etwas beeinträchtigt.

Heute gibts zum Abendessen nochmals ein 12-inch Sub-Sandwich. Um 20:00 Uhr gehe ich dann von den vielen Eindrücken recht erschöpft ins Bett und schlafe dann auch recht schnell ein.